WOMO-EigenbauTipps
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Ausbau- Tipps für Wohnmobil- Bastler

Kurz vorab: Man kann keinem Schrauber sagen, was er bauen soll. Es kommt immer auf persönliche Zwecke, Wünsche und Erfahrungen an.

Wir haben zum Bsp. fünfzehn Jahre aktiven Motorsport betrieben. So richtig mit Schmutz, Schlamm, Grobheiten, Partys usw. Wir sind immer komplett aufgetreten, also mit Mann und Maus, zwei Kindern und dem ganzen Equipment.

Angefangen hatte es mit einer Plane zwischen den Bäumen über Pavilion, Klappfix, Zelte, einen ersten Eigenbau- LT und diversen Wohnwagen.

Davon wurden wir geprägt, alles musste immer stabiler werden, man musste auch mal eine Antriebswelle im Womo zerlegen können und mit schlammigen Stiefeln durchtapsen können...kein Kind fragte danach - lach.

So wurde unser aktueller WomoBau wieder angelegt an langfristige und grobe Nutzung, Pflegeleichtigkeit und überaus praktischer Ausstattung. Kein BlingBling.....

Als Handwerksmeister fällt es mir relativ leicht, mit Werkzeug umzugehen, ich habe auch fast alles da, nur spezielle Werkzeuge leiht mir mein Tischlerkumpel.

Fahrzeugplanung:

- je nach Fahrerlaubnis

- Finanzmöglichkeiten

- Fahrzeugform? Bus, Koffer, Pritsche mit Plane - reicht auch?

- Stehhöhe nötig?

- Motorleistung?

- Dämmung?

- Fahrerhaus abgeteilt oder mit Durchgang?

- Allrad?

- Zwillingsbereifung hinten?

* haben wir, ist aber letztendlich Quatsch, unser 411 ist auf 3,49 T abgelastet,

es würden auch normale Achsen genügen. Wir stehen nur mit einem Platten

stabiler.

                                         Das sind schon mal Grundgedanken.





Innenausbau- Decken- bzw. Wandbeschichtung:



In unserem guten alten Qek-jr hatten wir das Problem, dass das PVC- Innendach hunderte kleine Risse hatte. Das Material war nach 40 Jahren ausgetrocknet, spröde und eigentlich nicht mehr zu retten. Im QekiForum haben wir den nachfolgenden Tipp gefunden und wie im Bild zu sehen, die Decke abgeputzt, wie beim Hausbau.

Genauso haben wir es danach bei unserem Wohnmobil um die Sitz- und Schlafecke gemacht:

Wir haben ringsum 4mm Sperrholz an der Wand befestigt, da ganz viele 5mm- Löcher reingebohrt (je ca 3cm Abstand) und dann weiß lackiert. Danach kam Textilfaserputz drauf, der mit Wasser angerührt, sich wie Quark anfühlt, rangepatscht wird und dann mit einem Roller oder einfach mit Hand/ (Gummihandschuhe) geglättet wird. Die weiße Grundierung verhindert Farbdurchschlag des Holzes in die Putzmasse, der Textilputz quillt in die Löcher, verhakt sich und wenn es getrocknet ist, bleibt das superleicht und stabil.

Hier seht ihr die Pampe aus den Textilfusseln, alles quarkt zusammen, wird aber mit ausreichend Wasser gut rollbar. Mit einer Malerrolle aus Textil wird der Putz rauher, mit einer Schaumstoffrolle glatter. Meiner Frau hatte das alles nicht gefallen und sie hat dann allles mit Gummihandschuhen manuell verstrichen, mit etwas Gefühl, was Frauen eh haben, ging das super.

ABER:

Nicht wundern, das Abtrocknen dauert Tage. Normalerweise nimmt ja eine Wand das Wasser auf aber hier musste alles nach vorn raustrocknen, das geht nicht über Nacht. Wir haben das auch noch im Januar gemacht, so dass erst nach etwa 10 Tagen alles furztrocken war.

Gibt es mal n Schaden, kann man mit einer Wasersprühflasche den schadhaften Bereich wieder einweichen und neu formen. Wir haben den Textilfaserputz im Globus nebenan gekauft (sorry für die Werbung) , das sind so Plastetüten mit Fusseln drinne ;-), die streut man einfach in einen Eimer, Wasser drauf, umrühren, bissl warten und los geht es. :-)

Wir hatten das sogar am PVC-Innendach unseres alten Ost-Wohnwagens, welches vielfach eingerissen war. Der Putz hatte sich so stabil eingehakt, dass er trotz Fahrbelastung nicht abfiel.

Energieversorgung:  -     Es gibt dafür genug Lösungen, googelt einfach mal.

Wir haben im Wohnraum eine 80 Amp- AGM- Wohnmobilbatterie, die lediglich per Landstrom geladen wird. Die Erweiterung auf KFZ- Ladung soll aber folgen.

Diese Batterie genügt uns für mindestens fünf Tage für alle LED´s, Handyladungen und die Trinkwasserpumpe. Das genügt, da wir regelmäßig auch Campingplätze ansteuern und wir nicht dauerhaft autark sein müssen.

Wasserversorgung:

Wir haben 1x 30 Liter Trinkwasser im Tank und zum Nachfüllen 20L im Kanister. Der Abwassertank hat 50L, so ist klar, dass bei Wassermangel des Abwasser entsorgt werden muss. Das genügt für ca. drei Tage zum Waschen und Kochen.

Abwasserentsorgung funzt neben den Campingplätzen auch an vielen Autobahnraststätten, die haben das. Wasser bekommt man in Europa überall, in Norwegen direkt aus dem Fluß, wo wir eine Gieskanne nutzen - ganz simpel.

WC:

Wir nutzen unterwegs ein Portapotti in unserem Bad.

Heizung:

Momentan heizen wir mit Landstrom oder einem Gaskartuschengerät. Zur Sicherheit ist ein CO-Warner installiert.

Innenraumbelüftung:

Wir haben eine Zwangsatmung per Solarlüfter, der tags bis zu 3,5 qm Frischluft pro Stunde reinpustet und im Fahrzeugheck eine versteckte Bodenöffnung mit Gitter drüber. Übrigens sind die neuen Solarlüftermodelle mit Kippschalter, früher liefen die immer bei Tageslicht.


Schwitzwasser:

Ein heikles Thema, alle Womos erzeugen bei der Beheizung irgendwo dieses widerliche Reaktionsprodukt, die Physik ist für alle gleich.

Unser Kofferaufbau hat eine Alu-Außenhaut, der optimale Nährboden für Schwitzbrühe. Da jedoch die Dämmung nicht am Alu verklebt ist, kann das Nass innen am Alu ablaufen und über eine Bodenrinne mit Ablauflöchern nach außen abtropfen - das ist Werksausstattung.

Dazu haben wir den Koffer nicht mit Dämmfolie geblockt, sondern alles mit verdeckten Belüftungsöffnungen kombiniert. Wir reisen eh nur in der Sommerzeit, da ist dann auch das Schwitzproblem geringer.